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Culture is in the details.


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count2three | Teaser

Dokumentarfilme, die Themen wie Wirtschaftsboom, Armut oder Einzelschicksale porträtieren, helfen uns auf zwischenmenschlicher Ebene kaum. Neben Informationen brauchen wir viel mehr, damit interkulturelle Begegnungen gelingen können. Wir müssen versuchen eine Kultursensibilität zu entwickeln – für die fremde Kultur und auch für die eigene. Was „auf drei zählen“ damit zu tun hat? Wie dieser Teaser zeigt: Ziemlich viel. Denn der Weg aufeinander zu gelingt mit Empathie, Sympathie, Interesse und Humor viel leichter.



S.V. Raman

Nicht nur in Kolkata verkörpert S.V. Raman seit Jahrzehnten eine wahre Schnittstelle deutsch-indischer Kultur. Über Umwege kam er einst zum Goethe-Institut und war dort zuletzt Filmbeauftragter für Südasien. Ich kenne keinen Inder der so beeindruckend deutsch spricht und auch keinen, der die indische und deutsche Kultur so präzise beschreiben und so gut reflektieren kann. Sich selbst beschreibt er als unverbesserlichen Kalkuttaner mit südindischen Wurzeln, der kein Bauingenieur mehr sein wollte und sich plötzlich in einer Arbeitsumgebung mit Günter Grass und Pina Bausch wiederfand... Das Gespräch mit ihm war eine Bereicherung.


Dr. Ranjan Sen

Dr. Ranjan Sen ist Chief Scientist am Central Glass and Ceramic Research Institute in Jadavpur, Kolkata. Er war bereits mehrmals als Gastwissenschaftler in Deutschland und ist nicht nur Zeitzeuge des Mauerfalls, sondern auch ein genauer Beobachter und Liebhaber der deutschen (akademischen) Kultur. Kein Wunder, dass ihm über die Jahre wichtige deutsche Wörter wie „spazieren gehen, Wochenende, ungeduldig, Wurst und Pommes“ in guter Erinnerung geblieben sind! Dr. Sen zeigt eindrücklich wie Kulturen voneinander lernen können und weiß genau, warum Gespräche und Austausch in einem interkulturellen Umfeld so wichtig sind.


Eric Laufer

Eric Laufer ist Senior IT Consultant und arbeitet immer wieder in internationalen Projekten. 2011/12 arbeitete er zum ersten Mal in einem deutsch-indischen Team in Berlin und lässt uns an seinem Arbeitsleben teilhaben. Dabei beschäftigten ihn ganz elementare Fragen: Was will der Inder genau, warum antwortet er nicht auf meine Frage, warum gibt er nicht zu wenn er etwas nicht kann und überhaupt — was denkt er eigentlich? Das Interview gibt Einblicke in die Alltagsrealitäten einer Branche, in der interkulturelle Kompetenz zur Schlüsselqualifikation geworden ist.


B.G. Roy

B.G. Roy war bis Dezember 2011 Leiter der Auslandshandelskammer AHK Kolkata. Er schöpft aus einer jahrzehntelangen Arbeitserfahrung mit Deutschen und schildert nicht nur präzise was er sich von deutschen Unternehmen in Indien wünscht, sondern auch warum viele wirtschaftliche Kooperationen nicht funktionieren. Darüber hinaus teilt Herr Roy Situationen aus seinem Arbeitsleben, die ihn schließlich zu einem Experten deutsch-indischer Kooperation gemacht haben. Wenn es nach mir ginge: Wir hätten noch stundenlang weitersprechen können…


Sunanda Basu

Vor über 40 Jahren begann alles mit einem deutschen Wort, das alles veränderte: „Gegenstand“. Sunanda Basu ließ einst ihr Philosophiestudium hinter sich und widmete sich fortan der deutschen Sprache und Kultur. Heute blickt sie auf 38 Jahre Lehrtätigkeit beim Goethe-Institut zurück und bringt zu Hause noch immer deutschen Studenten Bengali bei. Sie erzählt Anekdoten aus einem erfahrungsreichen Leben und schildert unfassbare Zufälle, die ihr als bengalische Studentin im München der 70er Jahre wiederfahren sind.


Shashank Sinha

Stellen Sie sich vor, Sie sitzen in einem Hotelzimmer 8000 Kilometer entfernt von dem Ort, den Sie Ihre Heimat nennen. Shashank Sinha ist SAP Consultant, er kommt aus Bihar in Indien, lebt in England und arbeitet in Projekten weltweit. Nach einem anstrengenden Arbeitstag führen wir ein entspanntes Gespräch in Berlin. Dabei reden wir nicht über Kultur, wir sprechen über Menschen. Wer genau hinhört, erhält dennoch wichtige Impulse für die Reflexion interkultureller Begegnungen.


Prof. Raps, Prof. Chakravorti &
Prof. Finkel


Wie lohnend deutsch-indischer Austausch im akademischen Bereich sein kann, zeigen Prof. Raps und Prof. Finkel vom Institut für Elektrotechnik der Hochschule Augsburg sowie Prof. Chakravorti der Jadavpur University in Kolkata. Die deutschen Professoren sind das erste Mal für eine Woche in Indien und schildern was sie in der kurzen Zeit erlebt haben. Prof. Chakravorti war daneben bereits mehrmals zu Forschungsaufenthalten in Deutschland. Ein Interview mit viel Mehrwert — für Studierende, Lehrende und alle die sich vom Bild eines „Landes der Schlangenbeschwörer“ lösen wollen.


Avadhesh Bagla

Avadhesh Bagla verkörpert wie kein anderer ein neues indisches Selbstbewusstsein. 2001 verbrachte er ein Jahr mit einer internationalen Organisation in Deutschland und arbeitete mit Behinderten. Seitdem war er mehrfach in Deutschland und bereiste Europa. Er schildert gegenwärtige Entwicklungen in Indien, gibt Einblicke in sein Leben in Alipore und beschreibt seine Eindrücke von den Deutschen. Avadhesh eröffnet in diesem Interview neue Perspektiven auf Indien — insbesondere für den deutschen Zuschauer.


Dr. Debabrata Chakrabarti

Vom Bengalischen Gedicht über deutsche Kinderlieder: Dr. Debabrata Chakrabarti ist Autor, Poet und Deutschlehrer. Daneben übersetzt er vor allem deutsche Literatur ins Bengalische und schlägt damit Brücken zwischen den Kulturen. Nach jahrelanger Beschäftigung reiste er mit 48 Jahren das erste Mal nach Deutschland. Wir unterhalten uns über allgemeine Beobachtungen im interkulturellen Umgang, die Bedeutung der Sprache sowie vorgeprägte Denkweisen — die sympathische Momentaufnahme eines „Kulturbotschafters“.


Touseef Liaqat

Touseef Liaqat kommt aus Lahore, Pakistan. Er arbeitete einige Zeit lang im Büro mir gegenüber und fortan führten wir lange Gespräche über sein Leben in Deutschland. Im Interview spricht er über Arbeitsmentalitäten, seine Familie in Pakistan, deutsche Bräuche, Hollywood und das Image des Westens sowie seine Angst als Muslim im deutschen Alltag zu bestehen. Seine Frau und Tochter erhielten nie ein deutsches Visum — heute leben die drei in den USA.


Verena Ott

Verena Ott startete vor zwei Jahren ein gewagtes Unterfangen: Sie gab ihren Job in München auf und folgte einem Angebot aus Kolkata. Dort unterrichtet sie seitdem Modedesign an einem Internationalen College. Verena schildert eindrucksvoll wie sie den Weg vom Kulturschock bis hin zur Alltagsnormalität durchlebt hat. Sie zeigt dabei Seiten von Indien auf, die so ganz anders sind, als man es vielleicht erwartet. Ein beeindruckendes Portrait.


Dr. Martin Wälde

Dr. Martin Wälde ist, bereits zum zweiten Mal, Leiter des Goethe-Instituts in Kolkata. Wir gehen zurück in Herrn Wäldes Anfangszeit, als er als junger Student von den Eindrücken in Indien noch völlig überwältigt war, bis hin zu seinen heutigen Beobachtungen nach jahrelanger intensiver Kulturarbeit u. a. in Polen, Pakistan und Indien. Besonders im Fokus stehen dabei Gedanken über einen gelungenen Kulturaustausch für beide Seiten; dazu gibt er wertvolle Einblicke in Projekte des Instituts und schildert dessen wichtige Rolle für die deutsche — und indische — Kultur. 


Plotpourrie Theatre Group

Marilena Savvides, Julia Holzbach und
Supriyo Bandyopadhyay sind Mitglieder der Plotpourrie Theatre Group, einer internationalen Theatergruppe aus Bonn. Zum Ensemble gehören neben Europäern auch zahlreiche Pakistanis und Inder. Die drei berichten über ihre ganz persönlichen Erfahrungen in der Zusammenarbeit und im Privatleben, über Vorurteile, die eigentlich gar keine sind, über Integration und darüber, wie man kulturelle Ereignisse — in Deutschland und Indien — zu fruchtbaren Begegnungen macht.


Rüdiger Abshalom Dalit Westphal

Rüdiger Abshalom Dalit Westphal ist Kunsterzieher, Hobbykünstler und Weltreisender. Nachdem er Afrika durchquert hatte, war er 1974 auch in Indien unterwegs und gibt viele Einblicke in diese vergangene Zeit — wohlwissend, dass es das Indien von damals so nicht mehr gibt. Mit einem Augenzwinkern teilt er auch skurrile Geschehnisse und Begegnungen auf seiner Reise, die uns zum Schmunzeln und Nachdenken bringen. Bereichernd und erfrischend anders!


Barbara Scharrer

Barbara Scharrer ist eine deutsche Rechtsanwältin, die sich auf Asien spezialisiert hat. Für eine internationale Kanzlei brachte sie hunderte deutsche Unternehmen nach Asien und leitete selbst mehrere Niederlassungen. Durch ihre Arbeit lebte sie auch in vielen asiatischen Ländern, u.a. in Indien, und machte sich vor drei Jahren mit einer eigenen Kanzlei selbstständig. Daneben hat sie Lehraufträge inne und gibt ihr wertvolles Wissen an Studenten weiter. Nun teilt sie ihre vielseitigen Arbeitserfahrungen in diesem Gespräch mit uns. Hier können auch erfahrene CEOs noch etwas lernen…


Prof. H.S. Shivaprakash

Bereit für eine philosophische Reise?
Prof. H.S. Shivaprakash ist Leiter des Tagore Centers und Berater für Bildungs- und Kulturangelegenheiten der indischen Botschaft in Berlin. Er ist zudem ein bekannter Schriftsteller und Dichter, vor allem in seiner Muttersprache Kannada. Seine Schnittstelle mit Deutschland ist durch seine berufliche Position offensichtlich; seine Impulse und persönlichen Einblicke zur deutsch-indischen Annäherung sind jedoch überraschend unkonventionell.


Christin Niedballa

Christin Niedballa war mit dem Freiwilligendienst "Weltwärts" das erste Mal in Indien — und das gleich 11 Monate. Sie arbeitete in einem Projekt mit ehemaligen Straßenkindern und kümmerte sich neben dem Unterrichten auch um eine Verbesserung des Gesundheitsbewusstseins. Wie sie ihre Zeit erlebt hat und welchen Herausforderungen sie sich stellte — in der Fremde und bei der Rückkehr in die eigene Kultur — berichtet sie in diesem Interview. Einprägsam!


Dipak Doshi

Kaufhof, Wirtshaus, Lebkuchen: Dipak Doshi arbeitet seit vielen Jahren im Lederexportgeschäft eng mit deutschen Kunden zusammen und hat einiges zu erzählen. Er schildert seine Erfahrungen mit seinem Geschäftspartner der ersten Stunde Klaus Jung, lässt uns wissen was einen perfekten Deutschen ausmacht und auf was es im deutsch-indischen Arbeitsalltag ankommt. Empfehlenswert für jeden, der in Indien erfolgreich Geschäfte machen will!


Manuela Funck

Manuela Funck war ein Jahr als Deutschlehrerin am Goethe Zentrum in Kerala. Wir trafen uns in Köln unter freiem Himmel bei schönstem Sonnenschein zum Gespräch. Manuela beweist, dass sie während ihres Aufenthalts in Indien eine beeindruckende Kultursensibilität entwickelt hat, die sie sich durch einfühlsame Beobachtungen und intensive Reflexion der Geschehnisse erwarb. Ein in jeglicher Hinsicht sehenswertes Interview.


Christian Noçon

Ich lernte Christian Noçon bei Rainer Thielmanns Lesung kennen und als begabten Sitarspieler schätzen. Monate später trafen wir uns in Kolkata wieder, wo Christian an einem wunderschönen Campus wohnt und Sitar studiert. Er gibt uns Einblicke in seine musikalische Welt und zeigt Indien von einer anderen, ganz persönlichen Seite. Seht selbst.


Ritesh Mandavia

Auf der Suche nach einem geeigneten Hindi-Sprachpartner traf ich auf Ritesh Mandavia — Senior Consultant bei einer großen internationalen Bank. Er wurde nicht nur ein guter Freund, sondern ist auch ein toller Gesprächspartner zur deutsch-indischen Kulturverständigung. Ritesh lebt seit 9 Jahren in Deutschland. Im Interview teilt er seine Beobachtungen und gibt hilfreiche Tipps.


Tobias Hardardt

An einem schönen Tag im Spätsommer saß ich mit meinem Kommilitonen in einem Café und plauderte heftig über mein Dokumentarfilmprojekt. Mittendrin tippte mir jemand auf die Schulter, entschuldigte sich höflich, dass er mitgehört hatte und erzählte alsbald über seine Erfahrungen als Flugbegleiter auf Langstreckenflügen nach Indien. Eine tolle und lehrreiche Begegnung und ein sympathisches Interview waren die Folge.


Michael Kern

Michael ist ebenfalls Masterstudent an der Humboldt-Universität zu Berlin und kam kurz vor unserem Gespräch gerade von einem 6-monatigen Praktikum bei einer deutschen Firma in Pune zurück. Voll bepackt mit Eindrücken und Erfahrungen entstand ein interessantes Gespräch, das spannende Einblicke aus dem Reich der Expats bereithält.


Conny Rave &
Debasish Bhattacharjee


Die deutsch-indische Gesellschaft in Köln hat mich mit Anubhab zusammengeführt – einer indischen Musikschule und deutsch-indischen WG zugleich. Nicht nur, dass ich selber eine wertvolle Zeit im Hause Anubhab verbringen durfte, war eine Bereicherung; die Schilderungen von Conny und Debashish über die Querelen des Alltags und der Leidenschaft für die Musik sind inspirierend und liefern neue Blickwinkel.


Rainer Thielmann

Rainer ist alles – Autor, Musiker, Dichter, Lebenskünstler, Indienliebhaber und eine einzigartige Persönlichkeit. Wenn man sich auf verschiedene Weise mit Indien beschäftigt, kommt man kaum um ihn herum und das ist auch gut so. Er hält Lesungen und multimediale Vorträge, in denen er sich auf seine ganz eigene Weise Land und Leuten annähert und seine vielschichtigen Eindrücke verarbeitet und weitergibt. Im Interview schildert er auch auf welch ungewöhnliche Weise seine Liebe zu Indien entstanden ist.